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Game, Set, Match: Becker

Hall-of-Fame-Mitglied, Buchautor und Tennislegende: Boris Becker ist all das und noch sovieles mehr. Mit 17 gewinnt er Wimbledon - und löst in Deutschland einen wahren Tennis-Boom aus. Doch in seiner Karriere gab es auch Rückschläge.

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Mit 17 Jahren gewann Boris Becker seinen ersten Grand-Slam-Titel - und ist damit der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten © getty

STECKBRIEF

  • Name: Boris Franz Becker
  • Geburtsdatum: 22. November 1967
  • Geburtsort: Leimen
  • Wohnhaft in: London
  • Größe: 190 cm
  • Gewicht: 85 kg
  • Ehefrau: Sharlely Kerssenberg (geheiratet am 12. Juni 2009)
  • Kinder: 4
    • Noah Gabriel (18. Januar 1994)
    • Elias Balthasar (4. September 1999)
    • Anna Ermakowa (22. März 2000)
    • Amadeus Benedict Edley Luis (10. Februar 2010)


KARRIERE

  • Erste Profi-Saison: 1984
  • Rücktritt: 25. Juni 1999
  • Wochen als Nummer eins: 12
  • Grand-Slam-Titel: 6
    • Australian Open 1991, 1996
    • Wimbledon 1985, 1986, 1989
    • US Open 1989
  • Einzel-Titel: 49
  • Doppel-Titel: 15
  • Olympische Goldmedaille: 1992 mit Michael Stich im Doppel
  • ATP-Weltmeisterschaft (bis 1989 Masters): 1988, 1992, 1995


AUSZEICHNUNGEN

  • Sportler des Jahres (1985, 1986, 1989, 1990)
  • Silbernes Lorbeerblatt (1985)
  • Bambi (1985)
  • Deutscher Fernsehpreis – Sonderpreis (1999, gemeinsam mit Steffi Graf)
  • Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame (2003)
  • Superbrands (2009/2010)


ENGAGEMENT

  • Mitgründer der Cleven-Becker-Stiftung
  • Chairman der Laureus Sports for Good Foundation
  • Gründungsmitglied der Laureus World Sports Awards
  • Botschafter des Welt-Aids-Tages 2005
  • Board Member der Elton-John-Aids-Stiftung
  • Kommentator bei BBC

 

BÜCHER

  • "Augenblick, verweile doch" (Autobiographie, 2003)
  • "Was Kinder stark macht" (Ratgeber, 2007)



Boris Becker gewann im Laufe seiner Karriere 50 Turniere im Einzel und 15 Titel im Doppel. Zwölf Wochen stand er in der Weltrangliste ganz oben – und löste gemeinsam mit Steffi Graf einen wahren Tennis-Boom in Deutschland aus © getty

1985 wurde Becker bereits Juniorweltmeister und feierte seinen ersten Turniersieg in London, als er im Finale Johan Kriek mit 6:2 und 6:3 besiegte © getty

Seinen internationalen Durchbruch aber schaffte Becker drei Wochen später in Wimbledon… © getty

…als er sich bis ins Finale durchkämpfte und zur grenzenlosen Überraschung der Tenniswelt Kevin Curren in vier Sätzen mit 6:3, 6:7, 7:6 und 6:4 besiegte © getty

A winner was born: Mit seinem Sieg stellte der erst 17-jährige Becker gleich drei Rekorde auf: Als erster ungesetzter Spieler, als erster Deutscher und als jüngster Sieger heimste er seinen ersten Grand-Slam-Titel ein © getty

Doch die bange Frage, die nicht nur Becker selbst, sondern auch die Tennisszene beschäftigte: War das nur eine Eintagsfliege? Ein One-Hit-Wonder? Ein Zufallstreffer? © getty

Mitnichten! Becker besiegt in Cincinnati Mats Wilander und in Chicago Ivan Lendl. Dann steht wieder das Rasenturnier in Wimbledon an: Im Finale trifft Becker erneut auf Lendl – und gewinnt seinen zweiten Grand-Slam-Titel (6:4, 6:3, 7:5) © getty

1987 liefert sich Becker mit John McEnroe (Bild) beim Daviscup-Spiel im amerikanischen Hartford ein wahres Marathon-Match. Nach sechs Stunden und 21 Minuten besiegte der deutsche Jungspund den Altmeister © getty

Ein Jahr später verliert Becker das Wimbledon-Finale gegen Stefan Edberg, gewinnt aber sieben Turniere, darunter den späteren Masters Cup. Auch der Davis Cup geht unter Beckers Führung zum ersten Mal an ein deutsches Team © getty

1989 schafft es Becker bei den French Open ins Halbfinale, gewinnt in Wimbledon und als bisher einziger Deutscher bei den US Open. Auch die Titelverteidigung beim Davis Cup klappt. Steffi Graf gewinnt zum zweiten Mal Wimbledon © getty

1990 wird Becker im Wimbledon-Finale von Stefan Edberg geschlagen, kann aber fünf Titel gewinnen, darunter das Stuttgart-Indoor-Turnier. Außerdem wird der 23-Jährige zum vierten Mal zum Sportler des Jahres gewählt © getty

In die Saison 1991 startet Becker mit seinem fünften Grand-Slam-Titel. Im Finale der Australian Open besiegt der Deutsche Ivan Lendl in vier Sätzen © getty

Einziger Wermutstropfen: Die French Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, das Becker nie gewinnen konnte. Auch 1991 scheitert er wie schon 1987 und 1989 im Halbfinale © getty

Aber er steht 1991 wieder im Wimbledon-Finale – diesmal wartet Michael Stich (r.). Und das Überraschende passiert: Becker verliert in drei Sätzen © getty

Ein Jahr später nehmen Becker und Stich als Doppel an den Olympischen Spielen in Barcelona teil – und gewinnen die Goldmedaille © getty

Auch den Masters Cup gewinnt Becker 1992 – und feiert am 22. November seinen 25. Geburtstag © getty

1994 gewinnt Becker die Turniere in Mailand, Los Angeles, New Haven und Stockholm © getty

1995 kämpft sich Becker erneut bis ins Wimbledon-Finale durch, doch scheitert er an Pete Sampras © getty

Der US-Amerikaner besiegt ihn in vier Sätzen mit 6:7, 6:2, 6:4 und 6:2 © getty

Doch der Liebe der Fans zu ihrem Boris tut das keinen Abbruch © getty

1996 gewinnt Becker die Australian Open zum zweiten Mal nach 1991… © getty

…und seine Fans… © getty

…liegen ihm zu Füßen © getty

1997 wird Boris Becker zum Teamchef der Davis-Cup-Mannschaft gewählt. Am 25. Juni 1999 verabschiedet er sich vom aktiven Sport. Eine große Karriere geht zuende… © getty